Anonymer Austausch · Datenerfassung · Soft Privacy
Ein sicherer Ort für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Forschung.
„Wir wissen, wie viel Kraft jeder Tag kostet. Dieses Portal wurde entwickelt, um uns als Betroffene eine Stimme zu geben – jenseits von kommerziellen Interessen und in voller Anonymität.“
Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Dies ist eine Einladung an dich, Teil eines gemeinschaftlichen Projekts zu werden. Wir sammeln hier unsere Erfahrungen, um das Unsichtbare sichtbar zu machen und uns gegenseitig zu unterstützen.
Teile deine Erfahrungen mit Medikamenten und Therapien im „Study-Form“. Jeder anonyme Datensatz ist ein Puzzleteil, das hilft, ME/CFS besser zu verstehen.
Tausche dich im Forum aus oder erstelle ein optionales Profil. Hier kannst du Gleichgesinnte finden und private Patienten-Zirkel für den persönlichen Austausch bilden.
Wir verzichten bewusst auf E-Mails und Klarnamen. Dein persönlicher Identity Token sorgt dafür, dass deine Daten geschützt bleiben und du zu 100 % anonym bleibst.
Werde Teil der Bewegung. Deine Erfahrung ist wertvoll.
Dies ist dein einziger Zugang. Es gibt keine E-Mail, keine „Passwort vergessen"-Funktion. Wenn du diesen Token verlierst, ist dein Account unwiederbringlich weg. Speichere ihn z.B. in deinem Passwort-Manager.
Jeder Schritt öffnet den nächsten — nichts tippen, nur klicken. Alle Eingaben fließen vollständig anonymisiert in die aggregierte Studien-Auswertung (Tab „Statistiken").
Nur ankreuzen, wenn ein Arzt die Diagnose offiziell gestellt hat. Wenn du „Verdacht auf" oder noch keine Diagnose hast, lass die Felder frei — das verfälscht die Statistik sonst.
Beide Werte misst praktisch jede Smartwatch / jedes Fitness-Armband (Apple Watch, Garmin, Fitbit, Polar, Oura, Whoop…). Am besten morgens direkt nach dem Aufwachen — noch im Bett, vor dem Aufstehen. Wenn du kein Gerät hast: einfach leer lassen.
Ruhepuls (RHR = Resting Heart Rate, Einheit „bpm" = Schläge pro Minute):
Wie oft dein Herz schlägt, wenn du völlig ruhig liegst. Normal: 50–70 bpm. Bei ME/CFS/POTS ist er oft erhöht (75–95), bei Crashs noch höher. Ein plötzlich erhöhter RHR am Morgen ist ein bekannter Frühwarn-Marker für einen drohenden Crash — deshalb tracken wir ihn.
HRV (Heart Rate Variability, Einheit „ms" = Millisekunden, Methode „RMSSD"):
Zeigt an, wie gut dein autonomes Nervensystem regeneriert. Je höher, desto besser erholt (Ruhe-Modus aktiv). Typisch 20–80 ms; bei ME/CFS oft deutlich niedriger. Sinkt der Wert, ist das ein Warnsignal: Körper ist im Stress-Modus („sympathikoton"). Fast jede Smartwatch zeigt diesen Wert — meist heißt er einfach „HRV".
Der Tag, auf den sich dein Eintrag bezieht — normalerweise heute. Nur ändern, wenn du einen Eintrag nachträgst (z. B. für gestern, weil du zu erschöpft warst).
Die Bell CFIDS Disability Scale (David S. Bell, 1995) ist der klinische Standard, um den funktionellen Schweregrad bei ME/CFS einzuordnen. Sie geht von 0 bis 100 in 10er-Schritten — frag dich einfach: „Wieviel Prozent eines gesunden Tages kann ich heute leisten?"
Klick auf eine Zahl — die genaue Beschreibung erscheint darunter.
Bei ME/CFS gibt es nicht nur „körperliche Anstrengung". Auch Denken, Gefühle und Reize verbrauchen Energie. Ein Arztbesuch z. B. kann physisch klein sein (nur 10 min stehen), aber kognitiv/emotional riesig. Genau das erfasst die Matrix.
Orientierung für alle Slider:
Wichtig: Bewerte nach deinem Normal, nicht nach dem eines Gesunden. Duschen kann für dich eine 4 sein — das ist völlig legitim.
PEM = Post-Exertional Malaise (Zustandsverschlechterung nach Belastung). Anders als normale Müdigkeit tritt PEM oft 12–48 h verzögert nach einer Überlastung auf und kann Tage bis Wochen anhalten.
Typische Anzeichen: tiefe Erschöpfung, grippeartiges Gefühl, Muskelschmerzen, Gehirnnebel, Reizempfindlichkeit, Schlaf hilft nicht. Wenn du dich heute deutlich schlechter fühlst als sonst in deinem Envelope — klick „Ja".
Beim „Auslöser" reicht ein kurzer Stichpunkt: was du glaubst, das dich umgeworfen hat. Das hilft dir langfristig, deine persönlichen Trigger zu erkennen.
Wähle nur Symptome, die dich heute oder in den letzten Tagen spürbar belasten. Nicht jedes Symptom, das du jemals hattest — wir wollen deinen aktuellen Zustand erfassen.
Die Symptome sind in klinische Gruppen sortiert (nach den Canadian Consensus Criteria und IOM/NAM-Kriterien für ME/CFS):
Erst die Kategorie anklicken, dann Einzelsymptome — du kannst mehrere Gruppen kombinieren.
Wähle das Medikament oder die Therapie, deren Wirkung du heute bewerten willst. Das kann Low-Dose Naltrexone (LDN), ein Antihistaminikum, ein Supplement (B12, Q10), aber auch eine nicht-medikamentöse Intervention (Pacing, Salzkur bei POTS) sein. Du kannst bis zu 5 gleichzeitig auswählen — z. B. wenn du ein Kombi-Schema fährst.
Das kleine i neben jedem Mittel öffnet eine KI-generierte Kurzerklärung — keine medizinische Beratung, nur Orientierung. Noch nichts gefunden? Du kannst unten frei tippen.
Einheit – die Maßeinheit, in der dein Mittel kommt: mg (Milligramm, meist Tabletten/Kapseln), µg (Mikrogramm, sehr kleine Mengen, z. B. B12), ml (Milliliter, Tropfen/Lösungen), IE (Internationale Einheiten, z. B. Vitamin D).
Menge – wie viel pro Einzeldosis (nicht pro Tag!). Beispiel: LDN 1,5 mg → 1.5.
Schema – wann du einnimmst: morgens, mittags, abends, zur Nacht, oder mehrfach. Einfach das passende Muster wählen.
Microdosing / Einschleichphase – wenn du aktuell eine sehr kleine Dosis nimmst, um dich langsam an das Mittel zu gewöhnen (typisch bei LDN, Antidepressiva, Histamin-blockierenden Medikamenten). Wichtig, weil Nebenwirkungen/Wirkung dann anders einzuordnen sind.
Viele Medikamente bei ME/CFS, POTS, MCAS brauchen Wochen bis Monate, bis sie voll wirken (z. B. LDN: 2–3 Monate). Andere wirken sofort (z. B. Antihistaminika). Wir brauchen die Einnahmedauer, um Wirkungs-Aussagen sinnvoll einordnen zu können — eine Bewertung nach 3 Tagen LDN sagt etwas anderes aus als nach 6 Monaten.
Einfach den Zeitraum wählen, der am ehesten passt.
Die 1–10-Skala entspricht einer Patient Global Impression of Change (PGIC) — dem klinischen Standard, um subjektiv empfundene Veränderung zu erfassen. Frag dich: „Wie geht es mir mit diesem Mittel, verglichen mit ohne?"
In der Auswertung zeigen wir nur Mittelwerte ab N ≥ 5 Bewertungen pro Wirkstoff — darunter ist statistisch nichts belastbar.
Pacing ist die wichtigste nicht-medikamentöse Intervention bei ME/CFS: bewusstes Energiemanagement innerhalb deines persönlichen Belastungs-Envelopes. Ziel: PEM vermeiden, indem du stoppst, bevor Erschöpfung eintritt — nicht erst danach.
Frag dich: „Wie gut habe ich heute meine Grenzen gehalten?"
Pacing ist kein Versagen wenn der Wert niedrig ist — es ist ein Lernwerkzeug.
Hier kannst du alles notieren, was nicht in die Felder gepasst hat: konkrete Nebenwirkungen, auffällige Symptome, Stimmung, Ernährung, Wetter, Menstruationsphase, Schlafqualität, Trigger, was geholfen hat. Du selbst bekommst später Zugriff auf deinen Verlauf — das ist dein persönliches Tagebuch.
Vollständig anonymisierte Aggregate aller Tages-Datensätze. Keine personenbezogenen Daten, keine Profil-Verknüpfung.
Unten findest du aggregierte Auswertungen aller Einträge aller Nutzer*innen — komplett anonymisiert. Zu jedem Chart erklären wir, was du siehst.
Was ist „N"? N = Anzahl Datenpunkte, die in ein Ergebnis eingeflossen sind. Je größer N, desto belastbarer die Aussage. Bei N < 5 zeigen wir den Wert zwar an, aber er hat keine statistische Aussagekraft — bitte vorsichtig interpretieren.
Was ist „Korrelation"? Ein Zusammenhang zwischen zwei Werten (z. B. „hohe Last → niedrigere Bell am Folgetag"). Korrelation bedeutet nicht automatisch Ursache! Aber sie gibt Hinweise, wo es sich zu forschen lohnt.
Was ist „Ø" (Durchschnitt)? Der Mittelwert aus allen Einträgen. Einzelne Ausreißer können ihn verzerren — deshalb schauen wir auch auf Verteilungen.
Funktioneller Schweregrad aller Teilnehmer
Wie viele Einträge fallen in jede Bell-Stufe (0–100)? Zeigt, wo der Großteil der Kohorte funktionell steht. Eine Häufung bei 20–40 wäre typisch für moderate bis schwere ME/CFS.
Envelope-Compliance 1–10
Wie gut halten die Teilnehmer*innen ihr Pacing ein? Verteilung der Selbsteinschätzung. Niedrige Werte bedeuten: viele pushen über ihre Grenzen — ein Warnsignal für PEM-Risiko.
Patient Global Impression of Change, 1–10
Wie bewerten Nutzer*innen im Schnitt die Wirkung der eingetragenen Mittel? 1 = deutlich schlechter, 10 = Game-Changer. PGIC ist ein anerkannter Endpunkt in klinischen Studien.
Hängt gutes Pacing mit höherer Funktion zusammen?
Jeder Punkt = ein Eintrag. X-Achse: Pacing-Compliance. Y-Achse: Bell-Score. Ziehen sich die Punkte von links-unten nach rechts-oben? Dann gibt es einen positiven Zusammenhang: Wer besser pact, hat höhere Bell-Werte.
Häufigkeitsverteilung aller gemeldeten Symptome
Welche Symptome werden am häufigsten gemeldet? Hilft dabei, die Kern-Symptomatik der Kohorte sichtbar zu machen — z. B. ob PEM wirklich führend ist (wie klinisch erwartet) oder ob Schlafstörung/Kognition dominieren.
N + Ø Wirkung (kleines N = nicht belastbar)
Welche Mittel werden am häufigsten genannt und wie hoch ist ihre durchschnittliche Wirkungsbewertung? Achtung: Mittel mit weniger als N=5 Einträgen werden zwar gelistet, haben aber keine statistische Aussage. Je höher N, desto verlässlicher die Zahl.
Tagesmittelwert der gesamten Kohorte
Wie entwickelt sich die durchschnittliche Bell-Punktzahl über die Tage/Wochen? Steigt sie = Kohorte verbessert sich. Sinkt sie = Verschlechterung. Sprünge können mit Ereignissen (Infekten, Jahreszeit, Medikamenten-Wellen) zusammenhängen.
Objektive Wearable-Daten im Zeitverlauf
Drei Linien auf einer Zeitachse: Bell (links), HRV (rechts, je höher desto besser erholt) und Ruhepuls (rechts, je niedriger desto besser). Wenn Bell sinkt und HRV gleichzeitig fällt, bestätigt das objektiv den subjektiven Zustand. Steigender Ruhepuls bei fallender HRV = klassisches Stress-/Crash-Muster.
Ø Bell-Score am Folgetag, gruppiert nach max. Last (phys/kogn) am Vortag
Das Herzstück der PEM-Forschung: Wir schauen auf die höchste Last (physisch oder kognitiv) an einem Tag X und vergleichen, wie hoch der Bell-Score am Tag X+1 im Schnitt ist. Erwartung: Je höher die Last, desto niedriger Bell am Folgetag — das ist die typische PEM-Latenz. Wenn die hohe Last deutlich niedrigere Folge-Bell-Werte zeigt, ist das ein starker Hinweis auf PEM in deiner Kohorte.
Durchschnitt der 4 Lastdimensionen (1–5)
Radar-Diagramm mit den 4 Last-Achsen: Physisch, Kognitiv, Emotional, Sensorisch. Zeigt, welche Art von Belastung in der Kohorte dominiert. Große Ausschläge bei „Sensorisch" wären z. B. ein Hinweis auf starke Reizüberflutungs-Problematik (typisch für schwere ME/CFS und MCAS).
Anteil der Einträge „Im Crash" vs. stabil
Wie viel Prozent aller Einträge wurden als „aktuell im Crash" markiert? Ein hoher Anteil zeigt, wie präsent PEM/Crash-Phasen im Alltag der Kohorte sind.
ME/CFS · POTS · MCAS im Vergleich
Durchschnittlicher Bell-Score pro Diagnose-Gruppe. Überlappungen sind möglich (jemand kann gleichzeitig ME/CFS + POTS + MCAS haben). Zeigt, welche Diagnose mit welchem Funktionsniveau einhergeht.
Community-Ranking aus echten Patient*innen-Erfahrungen — sortiert nach Wirksamkeit.
Wähle, worunter du leidest. Mehrfachauswahl ist möglich — viele Betroffene haben Überlappungen/Komorbiditäten.
Hilf der Community mit deinen ehrlichen Erfahrungen.
Wir schützen deine Energie und deine Daten. medvot verwendet nur technisch notwendige Cookies, um deine Sitzung sicher zu verwalten. Kein Tracking. Keine Werbung. Mehr erfahren